Rezension: Wait for you Reihe

Hier meinen Senf zur Wait for you Reihe.

Also ich liiiiebe jeden Teil auf eine Gewisse weise, natürlich habe ich mein Lieblingsbuch und auch ein Teil denn ich sehr wahrscheinlich nicht ein zweites mal lesen werde.

Welcher Teil ich am besten fand.
Ich fand den Teil 3 Be with me am schönsten

Welchen Teil ich sehr wahrscheinlich nicht ein zweites mal lesen werde.
Teil 1 wait for you ( Die Version in der Avery die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt.) Warum ? Teil 1 war nicht der erste Band den ich gelesen habe, ich habe nämlich Teil 2 als erstes gelesen. Ich habe gedacht dass das Teil 1 ist.Später als ich dann das Buch fertig gelsen habe, habe ich die anderen Teile gekauft. Und dann hat sich herausgstellt das dieser band bei dem ich dachte es sei Teiil 1, in Wirklichkeit der 2 Band war- klingt irgendwie sehr verwirrend. Ich musste mich wirklich zusammenreisen den ersten Band, also den wirklichen 1. Teil fertig zu lesen, weil ich in gewisserweise der Anfang und das ende schon kannte aus dem zweiten Teil. Im vergleich zum Band 2 ist der erste Teil schlechter.

Welches Mädchen ich am coolsten finde/fand.
Roxanne „Roxy“, schon nur ihren Namen liebe ich. Ich finde es cool das sie in einer Bar arbeitet (wollte ich auch mal) & das sie immer solche Shirts mit einem spruch trägt. Sie ist einfach eine coole Socke.

Mit welchem  fiktiven Kerl ich gerne zusammen wäre – klingt blöd ich weiss.
Das ist eine sehr schwere Frage, ich persönliche finde alle Jungs in den verschieden Büchern auf eine gewissenweise „anziehend“. Aber wenn ich mich entscheiden müsst dann würde ich Jase wählen.

Ich habe mich bei jedem Band mit den Hauptpersonen sehr verbunden gefühlt.
Was ich auch sehr gemocht habe ist, dass bei jedem Band die Leute von den Bändern vorher auch dabei sind. Ich hätte gerne so Freunde wie Avery, Tess, Calla, Roxy & Steph. Einen Bruder wie Cem oder solche Jungs als Freunde. Ich konnte bei jedem Teil kaum mehr aufhören zu lesen und das passiert bei mir selten. Ich liebe zwar Bücher, bin aber nicht direkt eine „Leseratte“.
Ich kann euch diese Buchreihe nur empfehlen !! 🙂

 

 

 

 

( P.s ich glaub ich hab einen Fehler gemacht, laut Internet ist Be with me der 2 .Teil nicht Trust in me. Bin mir aber nicht zu 100 % sicher )

Liebe grüsse Sandra

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Fire in you (Band 7)

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J. Lynn
Roman

Erscheint am 01.08.2016
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
448 Seiten, Kartoniert

Jillian und Brock sind beste Freunde. Trotzdem gibt es etwas, das Jillian Brock niemals verraten würde: ihre wahren Gefühle für ihn. Sie weiß genau, dass sie bei ihm »als Frau« keine Chance hat. Außerdem würde ihr überängstlicher Vater mehr als reine Freundschaft ohnehin nicht erlauben. Er wollte sie erst nicht einmal alleine ans College gehen lassen. Doch auch wenn es ihr schwer fällt, sich von ihrem besten Freund zu trennen, will sie dort endlich ein neues Leben beginnen, ohne Brock und ihre unerwiderte Liebe. Was Jillian allerdings nicht ahnt: Brock hat nicht vor, sie einfach so gehen zu lassen.

Da dieses Buch erst im August heraus kommt, hab ich leider keine Leseprobe für euch. Ich KANN nicht so lange warten !!! Freu mich schon auf den Tag an dem ich dieses Buch in meinen Händen halten kann .
Beim nächsten Post werde ich meine eigenen Meinung über die Bücher mit euch teilen.

Liebe Grüsse Sandra

Mittendrin Mittwoch

Hallöchen, meine lieben 🙂

Ich habe beim Blog read books and fall in love ♥  von elizzy91 das Format Mittendrin Mittwoch gesehen & habe mich gleich in dieses Format verguckt. Dann hab ich elizzy91 gefragt ob ich dieses Format auch machen dürfte- ratet mal was sie gesagt hat :).
Natürlich hat sie  JA gesagt- danke nochmal 🙂  ❤

Hier ist meine erste Zeile 🙂

Ich weiss, dass du das bis jetzt nicht hören wolltest, aber jetzt wirst du es hören.
Der Arsch ist dämlich, aber der Arsch liebt dich. 
S.383
– Be with me von J. Lynn

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Echt jetzt ?!

Ich versteh die Leute einfach nicht.

Wirklich.. ich versteh sie nicht. Ich bin eine Verkäufer im Charles Vögele.Wir haben im moment die Aktion “ 50% auf die 2. Hose“, das ist nun wirklich eindeutig beschrieben was damit gemeint ist. Aber nein, es gibt immernoch Kunden die lesen “ 50% auf 2 Hosen “ sehen diese Leute diesen Punkt nicht !!! Das schlimme jedoch ist wenn man angezickt wird von den Kunden, weil man natürlich UNBEDINGT  recht haben muss,aber leider nicht recht hat.Sie probieren alles damit sie zwei Hosen bekommen für den halben Preis.

Ich versteh das nicht, ich bin meistens ein ruhiger Mensch – meistens.Aber im moment während dieser Aktuon muss ich mich wirklich zusammenreissen und das ist seeeehr schwer, das sag ich euch.Ich hoffe das die zwei Wochen in deinen wir diese Aktion noch haben, schnell & ohne stress vorbei gehen.Sonst geh ich noch auf die Kunden los.

Wünsch euch einen schönen Tag.

Liebe Grüsse Sandra

Forever with you (Band 6)

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J. Lynn
Roman

Erschienen am 01.02.2016
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
432 Seiten, Kartoniert

Wenn ein heißer One-Night-Stand alles verändert …

An manche Dinge glaubt man einfach, auch wenn man sie selbst nie erlebt hat. Für Stephanie ist »Liebe« so etwas. Es gibt sie. Irgendwo da draußen. Vielleicht sogar für sie. Irgendwann. In der Zwischenzeit hat sie heiße One-Night-Stands mit hübschen Kerlen wie Nick. Doch aus dem kurzen Abenteuer mit ihm wird plötzlich mehr – bis das Schicksal es ihr wieder nimmt. So schnell Nick für Steph die Schutzmauern einreißt, die er bisher um sein Herz errichtet hatte, so schnell baut sie ihre auf, um den Schmerz – und Nick – nicht zu nahe kommen zu lassen. Aber er kann sie nicht einfach gehen lassen.

Leseprobe:
Der viel zu volle Umzugskarton schwankte bedrohlich in meinen Armen, als ich einen Schritt zur Seite machte und die Hintertür meines Autos mit der Hüfte zuwarf. Ich hielt den Atem an und blieb vollkommen unbe­weglich neben einem riesigen Motorrad auf dem Parkplatz stehen, während ich die Kiste ausbalancierte und mein Gleichgewicht wiederfand.
Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf?…
Der Karton hörte auf zu schwanken, als ich bis sechs ­gezählt hatte, und ich atmete auf. Der Inhalt dieser Kiste war zu kostbar, um ihn fallen zu lassen. Aber darüber hätte ich vielleicht nachdenken sollen, bevor ich tausend verschiedene Sachen hineingestopft hatte.
Jetzt war es zu spät.
Seufzend spähte ich über den Kistenrand, um den Gehweg und den Eingang zu meiner Wohnung zu finden, dann setzte ich mich in Bewegung – entschlossen, den Karton unter keinen Umständen fallen zu lassen, und sollte ich mir dabei den Hals brechen. Gott und all seinen – ihren – Engeln sei Dank, dass meine Wohnung im Erdgeschoss lag.
Ich hoffte wirklich, dass ich jetzt eine Weile nicht mehr umziehen musste. Auch wenn ich gar nicht so viel Zeug ­besaß, war es doch nervtötend, alles einzupacken. Glücklicher­weise waren die großen Sachen – das Bett, die Couch und ­andere Möbel – per Spedition geliefert worden. Ich verstand aber immer noch nicht ganz, wie ich es geschafft hatte, in ­einem Wohnheim so viel Zeug anzuhäufen.
Ich erreichte gerade den Gehweg in der Nähe der breiten Treppe in die oberen Stockwerke, als sich das Brennen meiner Armmuskeln verstärkte. Der Karton glitt mir langsam, aber sicher aus den Händen. Ich stieß einen heftigen Fluch aus, der meinen Vater und seinen Vater unglaublich stolz gemacht hätte.
Nur noch ein paar Schritte, ermahnte ich mich selbst. Nur noch ein paar Schritte, und ich?… Die Kiste rutschte mir aus den zittrigen Fingern. Ich ging in die Knie, um sie auf dem Oberschenkel aufzufangen, doch es war zu spät. Der Karton, voll mit zerbrechlichen Sachen, befand sich bereits im freien Fall.
»Verdammter stinkender, gehirnamputierter Rattenbastard von…?«
Der Karton stoppte plötzlich etwa dreißig Zentimeter über dem Asphalt, was mich so überraschte, dass meine Fluchtirade abbrach. Das Gewicht der schweren Kiste schien sich in Luft aufgelöst zu haben, und meine offensichtlich zu schwachen Armmuskeln weinten förmlich vor Erleichterung. Im ersten Moment fragte ich mich, ob ich irgendeine Art von Superkraft entwickelt hatte, doch dann entdeckte ich an den Seiten der Kiste zwei große Hände, die definitiv nicht mir gehörten.
»Ich bewundere jeden, der erfolgreich das Wort ›Rattenbastard? in einem Satz unterbringen kann.«
Beim Klang der unglaublich volltönenden Stimme riss ich die Augen auf. Ich erröte nur selten. Eigentlich nie. Tatsächlich sorge ich gewöhnlich selbst dafür, dass andere rot werden. Aber in diesem Moment passierte es. Mein Gesicht wurde so warm, als hätte ich meine Wange gegen eine heiße Herdplatte gepresst. Für einen Moment konnte ich nichts anderes tun, als auf diese Hände zu starren. Die Finger waren lang und elegant, die Nägel ordentlich geschnitten, die Haut war ein wenig dunkler als meine eigene.
Dann hob sich die Kiste wie von Zauberhand an, und während ich mich wieder aufrichtete, ließ ich den Blick über den Karton gleiten, über die breiten Schultern dahinter und dann weiter nach oben…
Heiliger Adonis.
Vor mir stand die Verkörperung von »groß, dunkel und gut aussehend«. Ich hatte schon eine Menge heißer Feger ge­sehen, aber dieser Kerl toppte alles. Vielleicht hatte es etwas mit seiner einzigartigen Erscheinung zu tun. Sein dunkelbraunes Haar, das an den Seiten kurz und oben etwas länger war, rahmte die hohen Wangenknochen und das kantige Kinn ein. Seine Haut hatte einen dunklen, fast olivfarbenen Teint, der auf Vorfahren einer anderen Ethnie schließen ließ. Vielleicht hispanisch??  Ich war mir nicht sicher. Mein Urgroßvater war Kubaner gewesen, und ein paar seiner Merkmale hatte ich auch geerbt.
Hinter einem Vorhang dichter Wimpern entdeckte ich ein Paar atemberaubender Augen. Die waren wirklich etwas ganz Besonderes. Um die Pupillen herum zeigten sie ein helles Grün, während sie am Rand eher dunkelblau wirkten. Mir war klar, dass das irgendeiner Art von optischer Illusion zu­zuschreiben sein musste, trotzdem waren die Augen bemerkenswert.
Dieser Kerl war insgesamt wirklich eindrucksvoll.
»Besonders, wenn die Worte aus dem Mund eines hübschen Mädchens kommen«, fügte er hinzu, während sich ­einer seiner Mundwinkel nach oben schob.
Ich riss mich zusammen, bevor ich anfing zu sabbern. »Danke. Ich hätte diese Kiste auf keinen Fall rechtzeitig auffangen können.«
»Kein Problem.«
Sein Blick wanderte über mein Gesicht, um dann langsam nach unten zu gleiten, wobei er an manchen Stellen länger verweilte als an anderen. Da ich in den letzten Stunden ausschließlich damit beschäftigt gewesen war, Kisten auszu­packen und orientierungslos durch die Gegend zu rennen, trug ich trotz des kühlen Wetters nur Shorts und ein enges ­T-Shirt. Die Shorts waren so kurz, dass sie ihrem Namen alle Ehre machten.
»Du kannst deinen Satz übrigens ruhig zu Ende führen«, fuhr er fort. »Ich bin sehr neugierig, welche Beschimpfungen dir noch so einfallen.«
Meine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. »?Ich bin mir sicher, es wäre ein tolles Ende geworden. Aber dafür ist es jetzt zu spät.«
»Was für eine verdammte Verschwendung.« Er trat grinsend zur Seite, den Karton immer noch in den Händen. Jetzt standen wir nebeneinander, und obwohl ich ein ziemlich großes Mädchen bin, überragte er mich doch um einen Kopf. »Sag mir, wo das hin soll.«
»Ist schon okay. Jetzt schaffe ich es auch allein.« Ich griff nach dem Karton.
Er zog lediglich eine dunkle Augenbraue hoch. »Mir macht es nichts aus. Außer du hast vor, noch mal zu fluchen, dann könnte ich mich umstimmen lassen.«
Ich lachte, dann senkte ich den Blick, um ihn ein weiteres Mal unauffällig abzuchecken. Er trug eine Lederjacke, aber ich hätte meine gesamten Ersparnisse darauf verwettet, dass sich darunter ein ansehnlicher Oberkörper verbarg. »Okay. Meine Wohnung ist gleich da drüben.«
»Gehen Sie vor, Madam.«
Ich lächelte ihm zu, warf meinen langen Pferdeschwanz nach hinten und bog nach links ab. »Ich hätte es fast geschafft, ohne den Karton fallen zu lassen«, erklärte ich ihm, als ich die Tür zu meiner Wohnung aufschloss. »Ich war so nah dran.«
»Und doch so weit entfernt«, erklärte er und zwinkerte mir zu, als ich ihm einen weiteren Blick zuwarf.
Ich hielt die Tür für ihn auf. »Wie wahr.«
Er folgte mir in die Wohnung, dann hielt er inne. In meinem Apartment herrschte ziemliches Chaos. Alles, was ich bis jetzt schon ausgepackt hatte, lag auf Couch und Parkett verteilt. »Wo soll ich es abstellen??«
»Direkt da ist vollkommen in Ordnung.« Ich deutete auf den einzigen freien Quadratmeter neben der Couch.
Er trat vor und stellte den Karton vorsichtig auf den ­Boden. Ich dagegen starrte lüstern seinen Allerwertesten an, als er sich vorbeugte. Sehr hübsch. Dann richtete er sich wieder auf und drehte sich zu mir um, also lächelte ich und verschränkte die Hände vor dem Bauch.
»Du bist gerade erst eingezogen??«, fragte er, als er sich umsah. Neben der offenen Küche und selbst auf dem kleinen Esstisch stapelten sich Kisten.
Ich lachte über sein schiefes Grinsen. »Gestern.«
»Sieht aus, als hättest du noch einiges zu tun, bevor du fertig bist.« Er trat auf mich zu, senkte das Kinn und streckte mir die Hand entgegen. »Übrigens, ich bin Nick.«
Ich ergriff seine Hand. Sein Händedruck war warm und fest. »Ich bin Stephanie, aber fast alle nennen mich Steph.«
»Schön, dich kennenzulernen.« Er hielt immer noch meine Hand, während er mich unentwegt aus diesen wahnsinnigen Augen musterte. »Es ist wirklich schön, dich kennenzulernen, Stephanie.«
Er sprach meinen Namen auf eine Weise aus, die dafür sorgte, dass mir ganz warm wurde. »Ebenso«, murmelte ich und blickte zu ihm hoch. »Schließlich stände ich wahrscheinlich immer noch fluchend da draußen, wenn du nicht auf­getaucht wärst.«
Nick lachte leise, und mir gefiel das Geräusch. Sehr sogar. »Wahrscheinlich nicht die direkteste Art, neue Leute kennenzulernen«, sagte er.
»Hat bei dir aber wunderbar funktioniert.«
Das halbe Grinsen verbreiterte sich langsam zu einem ­richtigen Lächeln. Wenn ich ihn vorher schon für gut aussehend gehalten hatte, war das nichts im Vergleich zu jetzt. Wow. Dieser Kerl war so atemberaubend wie hilfsbereit.
»Ich verrate dir ein kleines Geheimnis«, sagte er und drückte noch einmal meine Finger, bevor er seine Hand zurückzog. »In deinem Fall braucht es nicht viel, damit dein Trick funktioniert.«
Das sorgte dafür, dass ich die Ohren spitzte. Was für ein Charmeur. »Das ist… gut zu wissen.« Ich trat näher an ihn heran und legte den Kopf in den Nacken. Der frische Duft seines Aftershaves ging von ihm aus. »Also, Nick, wohnst du hier in der Anlage??«
Er schüttelte den Kopf, und eine dunkle Strähne fiel ihm in die Stirn. »Ich wohne am anderen Ende der Stadt. Ich war nur hier, um hübschen Damen dabei zu helfen, Kisten in ihre Wohnung zu schaffen.«
»Was für eine Schande.«
Seine Augen fingen an zu leuchten, sodass das Grün darin noch deutlicher hervortrat. Er hielt meinem Blick stand. »Allerdings.« Dann hob er wieder die Hand und überraschte mich damit, dass er meine Wange berührte, um mir mit dem Daumen über den Mundwinkel zu streichen. »Da klebte ­etwas Staub. Aber jetzt ist er weg.«
Mein Puls beschleunigte sich, und während ich zu ihm hochstarrte, war ich zum ersten Mal in meinem Leben absolut sprachlos. Ich bin frech, verdammt noch mal. Dad hat ­immer gesagt, dass ich frech wie Oscar sei. Nicht gerade das kreativste Sprachbild, aber es stimmt. Wenn ich etwas will, dann lasse ich nicht locker und tue alles, um es zu bekommen. So war ich schon als Kind. Bei Noten. Bei der Cheerleader-Truppe in der Highschool. Bei Jungs. Meinem Abschluss. Der Karriere. Doch trotz all meiner Frechheit brachte mich dieser Mann ein wenig durcheinander. Man könnte sogar sagen, er warf mich aus der Bahn.
Interessant.
»Ich muss jetzt los«, sagte Nick, als er die Hand wieder senkte. Dieses schiefe halbe Grinsen auf seinem Gesicht verriet mir, dass er genau wusste, was er in mir auslöste. Er ging Richtung Tür, dann sah er über die Schulter zurück. »Übrigens, ich arbeite als Barkeeper in einem Laden nicht allzu weit von hier. Die Kneipe nennt sich Mona’s. Falls du dich langweilst oder zu der Erkenntnis kommst, dass du auf Knopfdruck noch mehr Schimpfwörter aneinanderreihen kannst, solltest du mich mal besuchen kommen.«
Ich wusste, wie man Kerle richtig verstand. Das war eine gut trainierte Fähigkeit von mir. Nick machte mir gerade ein Angebot. Einfach so. Das gefiel mir. Mein eigenes breites ­Lächeln erwiderte seines.
»Ich werde daran denken, Nick.«
Eine dünne Staubschicht bedeckte meine Arme, als ich von dem Stapel mit den zusammengeklappten Kartons zurücktrat, und ich schaffte es gerade noch rechtzeitig, die Hände vors Gesicht zu schlagen. Das Niesen erschütterte meinen Körper so heftig, dass mein Pferdeschwanz über meinen Kopf hinwegpeitschte und mich fast im Gesicht getroffen hätte.
Vornübergebeugt wartete ich ein paar Sekunden, und wie erwartet passierte es sofort wieder. Dieses Niesen war so kräftig, dass ich halb damit rechnete, den Kistenstapel umzu­blasen.
Ich richtete mich auf, warf den Zopf wieder nach hinten und nahm mir einen Moment, um alles auf mich wirken zu lassen, durch die Staubschicht und meine Haut bis in mein ­Innerstes.
Ich hatte es endlich getan.
Ich war umgezogen.
Nicht in eine Wohnung in derselben Stadt, in der ich auf­gewachsen war und studiert hatte, sondern sogar in einen ­anderen Staat. Zum ersten Mal seit dreiundzwanzig Jahren befand ich mich nicht mehr innerhalb eines Zwanzig-Minuten-Radius um das Haus meiner Mom. Selbst im College hatte ich in einem Wohnheim gelebt, das nur eine kurze Fahrt von ­ihrem Haus entfernt gelegen hatte. Der Umzug war mir schwergefallen – schwerer, als ich vermutet hätte. Seitdem ich fünfzehn gewesen war, hatte es nur meine Mutter und mich gegeben. Sie zu verlassen – obwohl es das gewesen war, was auch sie sich für mich gewünscht hatte –, war mir nicht leichtgefallen. Tränen waren geflossen, und das ist eine große Sache für mich. Ich weine selten. Ich bin einfach keine?… besonders emotionale Person.
Außer im Fernsehen läuft eine dieser Tierschutz-Spots. ­Besonders die, die mit dem Song »Arms of an Angel« unterlegt sind. Würg. Dann scheinen winzige Ninja-Zwiebelschäler unter meinen Augen zu lauern.
Verdammte Mieslinge.
Nach zwei Tagen des Kistenausräumens war ich endlich fertig. Ich sah mich um und fühlte mich gut, als ich sah, was ich alles geschafft hatte.
Die Zwei-Zimmer-Wohnung war ziemlich hübsch, auch wenn ich mir eigentlich drei Zimmer gewünscht hatte. Aber ich musste einmal in meinem Leben vernünftig sein, und ­indem ich das kleinere Apartment genommen hatte, sparte ich Geld. Die Wohnung hatte eine tolle offene Küche, eingebaute Küchengeräte aus Edelstahl und einen Gasherd – den ich wahrscheinlich nie benutzen würde, weil ich von der irrationalen Angst verfolgt wurde, mich mit seiner Hilfe selbst in die Luft zu jagen.
Aber sowohl Wohnzimmer als auch Schlafzimmer waren geräumig, außerdem war ich mir ziemlich sicher, dass in der Anlage ein Cop lebte, weil in den letzten zwei Tagen immer mal wieder ein Streifenwagen vor der Tür gestanden hatte.
Und irgendeiner meiner Nachbarn hatte einen wirklich heißen Kumpel namens Nick.
Volltreffer.
Ich ging zu dem gerahmten Bild, das ich auf dem Küchentresen liegen gelassen hatte, wischte mir die staubigen Hände an meinen Baumwollshorts ab und hob es hoch. Vorsichtig löste ich die Luftpolsterfolie und enthüllte das Foto, das sich darunter verborgen hatte. Ich presste die Lippen aufeinander und ließ einen Daumen über den silbernen Rahmen gleiten.
Ein gut aussehender Mann mittleren Alters im Tarnanzug lächelte mich an, im Hintergrund eine endlose goldene Wüste. Neben sein Bild war mit schwarzem Edding eine Nachricht geschrieben: Bei Weitem nicht so schön wie du, Stephanie.
Ich biss mir auf die Innenseite der Wange und ging mit dem Foto in mein Schlafzimmer. Die graue Tagesdecke und die alten weißen Möbel waren ein Geschenk von Mom und meinen Großeltern gewesen. Sie verliehen dem Zimmer eine gemütliche Cottage-Atmosphäre.
Ich ging zu dem Regalbrett, das ich direkt über dem kleinen Fernseher gegenüber vom Bett befestigt hatte, stellte mich auf die Zehenspitzen und positionierte das Foto an seinem neuen Wohnort, direkt neben einem anderen besonderen Bild. Es zeigte die Mädchen aus dem College und mich in unseren letzten Frühlingsferien. Ein Grinsen verzog meine Lippen.
Der schwarze Bikini, den ich damals getragen hatte, hatte kaum meine Brüste bedeckt. Oder meinen Hintern, wenn ich mich recht erinnerte – und das war eigentlich schon alles, woran ich mich erinnerte, wenn ich an diese Ferien dachte. Na ja, an den Bikini und an diese Zwillinge von dem College…
In Texas ist definitiv alles etwas größer.
Rechts und links neben den Fotos standen graue Kerzen, und ich fand, es sah gut aus.
Als gehörten die Bilder genau dort hin.
Ich trat zurück. Ein paar Sekunden lang starrte ich die Bilderrahmen an, dann wandte ich mich mit einem schweren Seufzen ab. Die Uhr auf dem Nachttisch verriet mir, dass es viel zu früh war, um den Tag schon für beendet zu erklären, und trotz der ganzen Räumerei war ich nicht müde. Meine Gedanken wanderten zu Nick und zu dem, was er über die Bar gesagt hatte, in der er arbeitete. Ich hatte sie entdeckt, als ich gestern losgezogen war, um Einkäufe zu erledigen.
Ich biss mir auf die Lippe und verlagerte mein Gewicht von einem Fuß auf den anderen. Warum sollte ich mir nicht mal die Gegend besser anschauen und bei dieser Gelegenheit einen Drink genehmigen?? Dieser Drink könnte zu durchaus interessanten Dingen führen. Ich war eine große Befürwor­terin von One-Night-Stands ohne Verpflichtungen. Allerdings hatte ich niemals verstanden, wieso immer mit zweierlei Maß gemessen wurde. Und ich würde es auch nie verstehen. Für Männer war es okay, sich zwanglos zu amüsieren, aber nicht für Frauen. Nicht in meiner Welt.
Falls Nick im Mona’s sein sollte und so zum Flirten aufgelegt wie gestern… nun, dann könnte die heutige Nacht sehr interessant werden.
Ich würde Nick heute Abend so was von mit nach Hause nehmen und jede Menge unanständige Sachen mit ihm anstellen – unterhaltsame, körperbetonte Dinge, bei denen allein schon die Vorstellung dafür sorgte, dass mir die Ohren brannten. Oder die mir zumindest peinlich sein sollten, nachdem ich mich diesen Fantasien gerade an einem öffentlichen Ort hingab.
Aber so war es nicht. Nicht im Mindesten.
Ich war in einem heftigen Anfall von Instalust gefangen. ­Irgendetwas an diesem Kerl zog mich auf eine Art und Weise an, und ich war Frau genug, um es zuzugeben.
Wieder einmal suchten seine moosgrünen Augen meinen Blick. Dann senkten sich die dichten Wimpern und verbargen das Grün. Gott, ich hatte schon immer eine besondere Schwäche für Kerle mit dunklen Haaren und hellen Augen. Dieser interessante Kontrast übte einen ungesunden Einfluss auf meinen Pulsschlag aus. Und ich hatte noch nie jemanden mit dieser Augenfarbe kennengelernt. Sie waren definitiv grün, aber wann immer Nick den Lichtkegel der hellen Barlampen verließ und in den Schatten trat, schien sich die Farbe zu ­einem dunklen Blau zu verändern.
Diese Augen verschafften ihm gleich noch ein paar Pluspunkte.
»Ich bin einfach zu neugierig, also muss ich fragen. Was zur Hölle treibt dich nach Plymouth Meeting, Steph??«
Beim Klang der vertrauten Stimme drehte ich mich auf meinem Barhocker und sah auf, bis ich in die babyblauen Augen von Cameron Hamilton starrte. Als ich das Mona’s betreten hatte, hatte ich entsetzt ein paar Leute entdeckt, mit denen ich aufs College gegangen war. Ich war immer noch verblüfft, dass Cam und seine Clique sich hier herumtrieben, mehrere Stunden Fahrt von ihrem üblichen Revier entfernt, das früher einmal die Shepherd University gewesen war.
Ich hatte die Gruppe kurz begrüßt und meinen Hintern dann eilig an die Bar geschafft, obwohl ich genau merkte, dass sie eine Wagenladung Fragen loswerden wollten. Doch ehrlich, diese Leute zu sehen, hatte mich unvorbereitet getroffen. Ich hatte nicht damit gerechnet, ausgerechnet hier jemandem über den Weg zu laufen, den ich kannte. Und auf keinen Fall hatte ich damit gerechnet, nicht nur einem, sondern gleich zwei Kerlen zu begegnen, mit denen ich… nun, denen ich zu einer gewissen Zeit sehr nahegekommen war.
Das konnte man wohl als ein wenig peinlich bezeichnen, wenn man bedachte, dass ich nie so genau gewusst hatte, wie ich mich in Bezug auf Cams und Jase Winsteads Freundinnen verhalten sollte. Ich hatte schon vor langer Zeit verstanden, dass eine Menge Mädchen nicht gerade scharf auf Frauen ­waren, mit denen ihre Freunde mal etwas gehabt hatten – egal, wie ernst oder locker diese Beziehung gewesen war. Nicht alle Mädchen waren so, aber die meisten… ja, die meisten schon.
Was ich irgendwie, na ja, ziemlich saudämlich fand.
Die meisten Mädchen sind die Ex von irgendjemandem. Also zicken sie eigentlich gegen sich selbst.
Jedenfalls hatte ich versucht, ihnen aus dem Weg zu gehen, als wir noch alle das College besuchten, und das hatte wunderbar funktioniert, bis ich Teresa – Jase’ Freundin und Cams kleine Schwester – hysterisch schreiend gefunden hatte, weil sie gerade die Leiche ihrer Mitbewohnerin entdeckt hatte. Seitdem war Teresa entschlossen gewesen, meine Freundin zu sein, obwohl Jase und ich mal eine kurze Affäre gehabt hatten. Ich fühlte mich irgendwie unbehaglich dabei, außerdem erinnerte sie mich an ein Mädchen, mit dem ich mich in meinem ersten Jahr auf der Shepherd University angefreundet hatte.
Lauren Leonard.
Würg. Allein der Gedanke an ihren Namen sorgte dafür, dass ich jemandem meinen Drink ins Gesicht kippen wollte. Sie hatte vorgegeben, mit mir befreundet zu sein, obwohl sie mich eigentlich auf den Tod nicht ausstehen konnte. Und das nur, weil mich der Kerl, mit dem sie gerade ausging, ein Jahr bevor die beiden sich überhaupt getroffen hatten, mal geküsst hatte. Es war noch nicht mal ein besonders atemberaubender Kuss gewesen und damit sicherlich das ganze Drama nicht wert, das Lauren abgezogen hatte.
»Ich könnte dir dieselbe Frage stellen?«, sagte ich schließlich und griff nach meinem Glas.
Cam grinste locker und lehnte sich neben mir an die Bar, die Arme vor der Brust verschränkt. »Du kennst Calla Fritz, richtig??«
»Ich habe von ihr gehört.« Ich warf einen Blick zu dem hübschen blonden Mädchen, das einen Arm um die Hüfte ­eines Kerls geschlungen hatte, der unverkennbar ein Soldat war. Mein Dad hatte dieselbe Ausstrahlung gehabt. Diese Aura, die förmlich hinausschrie Ich weiß, wie ich dir jeden Knochen im Körper brechen kann, aber ich habe ein starkes Moralempfinden, das mich davon abhält, es zu tun… außer du bedrohst meine Leute. Der Kerl mit dem lockigen rostfarbenen Haar schwitzte seine Bestimmung förmlich aus.
»Ihrem Freund Jax gehört diese Bar. Hat mal ihrer Mutter gehört, aber das ist eine lange Geschichte.« Cam zögerte. »Na ja, auf jeden Fall ist Teresa gut mit Calla befreundet, und wenn sie sie besuchen kommt, hängen wir uns dran. Da der Ort so nah an Philly liegt, ist es ein hübscher Ausflug.«
»Oh«, murmelte ich. Die Welt ist ein Dorf. »Ich habe gerade einen Job bei der Lima Academy angenommen und eine Wohnung nicht weit von hier entfernt gemietet.«
»Echt jetzt??«, fragte Nick und zog damit meine Aufmerksamkeit auf sich, was sofort dafür sorgte, dass mein Magen sich angenehm verkrampfte. »Du arbeitest für Brock ›?Das Biest‹ Mitchells Trainer??«
Meine Lippen zuckten bei der offensichtlichen Ehrfurcht, die in seiner Stimme mitschwang. Das war so ziemlich die Standardreaktion, wann immer Brocks Name erwähnt wurde. Er war ein vielversprechender Mixed-Martial-Arts-Kämpfer auf dem Weg nach oben, und er stammte hier aus der Gegend. Alle schienen ihn anzubeten.
»Ja. Aber ich habe ›Das Biest‹ bis jetzt nicht getroffen. Soweit ich es mitbekommen habe, ist er im Moment in Brasilien.«
Nick stemmte die Ellbogen auf die Bar und ließ den Blick unverfroren über meinen Körper gleiten. »Also bist du auch eine MMA-Kämpferin??«
Ich warf den Kopf in den Nacken und lachte. »Äh, nein. Ich habe einen Job im Büro angenommen. Ich assistiere dem ­Manager.«
»Nett?«, meinte Cam. »Das war dein Hauptfach, richtig?? Betriebswirtschaft??«
Ich nickte, nicht allzu überrascht, dass er sich daran erinnerte. Wir waren befreundet gewesen, und Cam war ein anständiger Kerl. Genau wie Jase. Ich warf einen kurzen Blick zu der Clique um den Billardtisch. Es sah aus, als hätte Jase ­Teresa gerade… im Schwitzkasten.
Okay. Ich grinste.
»Also, wie lange bleibt ihr hier??«, fragte ich und nahm ­einen Schluck von meinem Drink, als eine Barkeeperin mit pinkfarbener Brille an Nick vorbeisauste und ihm dabei einen Blick zuwarf, den ich nicht ganz verstand.
Nick ignorierte sie.
»Wir fahren am Sonntag zurück.« Cam stieß sich vom Tresen ab. »Und nun zier dich nicht so«, fügte er hinzu und grinste, als ich die Augen verdrehte. »Schwing deinen Hintern von diesem Hocker und schau mal bei uns vorbei, okay??« Als ich nickte, sah er Nick an. »Du kommst morgen Abend zu Jax, oder??«
»Hängt davon ab, wann ich hier rauskomme, aber ich werde es versuchen.«
Interessant. Also waren auch Cam und Nick befreundet. Es erleichterte mich, das zu hören. Cam hatte Menschenkenntnis. Ich wusste bereits, dass Nick ein hilfsbereiter ­Charmeur war, aber jetzt hatte ich das Gefühl, sicher sein zu können, dass ich mich nicht für einen Serienmörder interessierte.
Ich blieb mit meinem Drink an der Bar, als Cam zurück zu den Billardtischen schlenderte. Ich war mir noch nicht ganz im Klaren darüber, ob ich wirklich bei ihnen vorbeischauen würde. Vielleicht ja. Vielleicht nein.
»Noch eine Rum-Cola??«
Meine Mundwinkel hoben sich beim Klang von Nicks tiefer, volltönender Stimme. Wir hatten uns immer mal wieder unterhalten, seitdem ich auf dem Hocker vor dem Tresen Platz genommen hatte, und er schien sich über meine Anwesenheit zu freuen.
Der Kerl war wirklich der Jackpot.
»Alles okay, aber danke.« Das Letzte, was ich wollte, war, mich zu betrinken. Ich lächelte ihn an, angetan, als er seinen Blick wieder über meinen Körper gleiten ließ. »Ist hier am Wochenende immer so viel los??«
Mir war schnell klar geworden, dass Nick ein Meister des Small Talk war, was in seinem Job wahrscheinlich ein Einstellungskriterium war. Und er wandte seinen Charme auf jeden an. Die Frauen drängten sich um die Bar. Die zweite Thekenkraft, die Barkeeperin mit der pinkfarbenen Brille, schien damit gut umgehen zu können.
»Bin mir nicht sicher, ob man behaupten kann, heute wäre es voll, aber am Samstag ist gewöhnlich einiges los.?« Er sah sich in der Bar um, bevor er weitersprach. »Also warst du mit ihnen auf dem College??«, fragte er dann und deutete mit dem Kinn in die Richtung, in der Cam verschwunden war.
»Ja.« Ich lehnte mich vor und stemmte die Ellbogen auf die Bar. »Ich hatte keine Ahnung, dass sie jemanden in der Stadt kennen. War völlig überrascht, sie hier zu treffen.«
»Die Welt ist ein Dorf«, wiederholte er meinen Gedanken von vorhin. »Aber du stehst ihnen nicht besonders nahe.«
Das war eine Feststellung, keine Frage. »Wie kommst du darauf??«
»Nun, wärt ihr gut befreundet, wärst du wahrscheinlich drüben bei ihnen. Oder…?«
Er war ein guter Beobachter.
»Oder was??«
Sein Mundwinkel zuckte, und er verschränkte die Arme vor der Brust. Die Bewegung fesselte meine Aufmerksamkeit. Ich war ja so visuell gepolt. Nicht, dass mir das im Moment ­irgendwer übel genommen hätte. Sein schwarzes T-Shirt spannte sich über seinen Bizeps. »Oder du willst deine Zeit lieber mit mir verbringen.«
Meine Eingeweide machten einen Looping. »Bin ich so leicht zu durchschauen??«
»Auf die bestmögliche Art.« Er griff nach einer Flasche. »Ich bin froh, dass du vorbeigekommen bist. Gestern Abend habe ich jedes Mal, wenn die Tür aufging, hingesehen und ­gehofft, dass du es bist.«
»Ach wirklich??«
»Wirklich.« Er lächelte. »Bist du fertig mit Auspacken??«
»jepp.«
»Gab es noch weitere Rattenbastard-Ausbrüche??«
Ich lachte. »Einige.«
»Irgendwie blöd, dass ich sie verpasst habe.«
»Es gibt immer ein nächstes Mal.« Ich spielte an meinem Glas herum, während ich aufsah und seinen Blick einfing. »Also, Nick, hast du auch einen Nachnamen??«
»Blanco«, antwortete er nach einem kurzen Zögern. »Und du??«
»Keith.« Ich grinste, als er die Arme wieder sinken ließ. »Und ich hätte noch eine Frage an dich.«
Er trat vor und stemmte die Hände auf die Bar. »Schieß los.«
»Hast du eine Freundin??« Mein Atem stockte für einen ­Moment, als er sich plötzlich vorlehnte. Unsere Münder waren sich nah genug, dass wir dieselbe Luft atmeten. »Oder einen Freund??«
Nick zuckte nicht mal mit der Wimper. »Zweimal nein. Wie sieht es bei dir aus???«
Jackpot mit Zusatzzahl und Superzahl?!
»Nope«, antwortete ich und genoss das Kribbeln, das mir die Wirbelsäule entlangrollte, als sein Atem meine Lippen ­berührte.
Nick legte den Kopf schräg, und sein Mund näherte sich meinem bis auf wenige Zentimeter. Langsam wurde mir ein wenig heiß.
»Hast du heute Nacht schon etwas vor, Stephanie Keith??«, fragte er, seine Stimme plötzlich tiefer und rauer als noch vor ein paar Sekunden.
Ich schüttelte den Kopf, und gleichzeitig legte mein Pulsschlag einen glücklichen kleinen Samba aufs Parkett.
Nicks Grinsen verbreiterte sich zu dem Lächeln, von dem ich wusste, dass es die Frauen anzog wie das Licht die Motten. »Jetzt schon.«


 

Fall with me (Band 5)

41840971zFall with Me
J. Lynn
Roman

Erschienen am 11.05.2015
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
352 Seiten, Kartoniert

Roxy Ark war schon immer unsterblich in Reece Anders verliebt. Als es nach Jahren der Schwärmerei endlich zu einer unvergesslichen Nacht mit dem sonst so anständigen jungen Polizisten kommt, hofft Roxy, dass Reece sie ebenso will wie sie ihn. Will er aber nicht. Mit gebrochenem Herzen versucht Roxy daraufhin, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen – bis jemand sie bedroht und Reece der Einzige ist, der sie retten kann.

 

 


Leseprobe :

Gerade einmal zehn Minuten nachdem ich mich in einen der üppig gepolsterten Sessel im sonnendurchfluteten Wartezimmer hatte fallen lassen, schoben sich abgewetzte weiße Turnschuhe in mein Blickfeld. Ich hatte eingehend den Holzboden betrachtet und darüber nachgedacht, dass sich mit privaten Pflegeheimen offenbar eine hübsche Stange Geld verdienen ließ, wenn sie sich einen derart feudalen dunklen Parkettboden leisten konnten.
Andererseits hatten Charlie Clarks Eltern für die Langzeitpflege ihres einzigen Sohnes auch keine Kosten gescheut, sondern ihn in der besten Einrichtung Philadelphias untergebracht. Die Summe, die sie dafür jährlich aufbrachten, musste astronomisch hoch sein – auf jeden Fall mehr, als ich mit meinem Job als Barkeeperin im Mona’s und den gelegentlichen Webdesign-Aufträgen verdiente.
Vermutlich dachten sie, das mache es wett, dass sie Charlie nur einmal im Jahr für vielleicht zwanzig Minuten besuchten. Es gab bestimmt bessere, großherzigere Menschen als mich auf der Welt, denn es fiel mir schwer, das Brennen der Irritation in meiner Kehle zu ignorieren, das entstand, wann immer ich an Charlies Eltern dachte. Jetzt hob ich den Blick zu dem gastfreundlichen Lächeln, das sich die Krankenschwester ins Gesicht gekleistert hatte. Ich blinzelte, weil ich das kupferfarbene Haar und die haselnussbraunen Augen heute zum allerersten Mal sah.
Sie war offensichtlich neu.
Noch immer lächelnd, ließ sie ihren Blick einen Moment länger als üblich auf meinem Haar ruhen. Dabei war meine Frisur keineswegs sonderlich ausgeflippt. Ich hatte mir lediglich vor ein paar Tagen eine purpurne Strähne gefärbt, trotzdem sah ich vermutlich ein bisschen zerzaust aus, weil ich sie zu einem nachlässigen Knoten frisiert hatte. Ich hatte gestern den Schlussdienst in der Bar gemacht, was bedeutete, dass ich erst nach drei Uhr morgens nach Hause gekommen war. Es war schon anstrengend genug gewesen, auch nur aufzustehen, mir die Zähne zu putzen und mir das Gesicht zu waschen, bevor ich in die Stadt fuhr.
»Roxanne Ark?«, fragte sie, als sie vor mir stehen blieb und die Hände vor dem Körper verschränkte.
Der Klang meines vollen Namens ließ mich erstarren. Meine Eltern waren echt schräge Vögel. Vermutlich hatten sie in den Achtzigerjahren Koks geschnupft oder irgendwas. Ich war nach dem Song »Roxanne« benannt, während meine Brüder Gordon und Thomas hießen – zwei der bürgerlichen Vornamen von Sting.
»Ja«, sagte ich und griff nach dem Stoffbeutel, den ich mitgebracht hatte.
Das Lächeln der Pflegerin strahlte weiter, als sie auf die geschlossene Doppeltür zeigte. »Schwester Venter ist heute nicht hier, aber sie hat mir gesagt, dass Sie jeden Freitagmittag kommen, also ist Charlie bereit.«
»O nein, geht es ihr gut?« Sorge stieg in mir auf. In den letzten sechs Jahren meiner Besuche hier hatte ich mich mit Schwester Venter angefreundet. Daher wusste ich auch, dass ihr jüngster Sohn im Oktober endlich heiraten würde und ihre Zweitälteste ihr letzten Monat das erste Enkelkind geschenkt hatte.
»Sie hat sich eine Sommergrippe eingefangen«, erklärte die Schwester. »Eigentlich wollte sie heute wieder zum Dienst kommen, aber wir waren alle der Meinung, dass sie sich lieber übers Wochenende auskurieren sollte.« Die Schwester trat zur Seite, als ich aufstand. »Sie hat mir erzählt, dass Sie Charlie gerne vorlesen.«
Ich nickte und packte meine Tasche fester.
Vor der Doppeltür blieb sie stehen, nahm ihr Namensschild vom Revers ihres Kittels und fuhr damit über einen Sensor an der Wand. Es klickte, dann schob sie die Tür auf. »In den letzten Tagen ging es ihm einigermaßen, wenn auch nicht so gut, wie wir es uns wünschen würden«, fuhr sie fort, als wir in den breiten, weiß gestrichenen Flur mit den schmucklosen Wänden traten. Dieser Flur hatte keine Persönlichkeit. Gar keine Ausstrahlung. »Aber heute Morgen ist er früh aufgewacht.«
Meine neongrünen Flipflops klapperten über den Boden, wohingegen die Turnschuhe der Krankenschwester praktisch keinerlei Geräusch verursachten. Wir gingen den Flur entlang, der zum Gemeinschaftsraum führte. Charlie war dort nie gern gewesen, was so seltsam war, denn früher?… vor seiner Verletzung?… war er ein sehr geselliger Mensch gewesen.
Und nicht nur das.
Charlies Zimmer lag am Ende eines weiteren Korridors in einem Trakt, der speziell darauf ausgerichtet war, einen schönen Ausblick über den grünen Park und das therapeutische Schwimmbad zu bieten, das Charlie allerdings nie genutzt hatte. Schon früher war er kein großer Schwimmer gewesen, aber jedes Mal, wenn ich dieses verdammte Schwimmbad sah, wollte ich auf irgendetwas einschlagen. Ich hatte keine Ahnung, warum. Vielleicht weil wir anderen etwas für selbstverständlich nahmen – die Fähigkeit, eigenständig zu schwimmen – oder weil Wasser ein grenzenloses Gefühl ausstrahlte, während Charlies Zukunft inzwischen engen Grenzen unterlag.
Die Krankenschwester blieb vor der geschlossenen Tür stehen. »Sie wissen ja, wie es läuft, wenn Sie wieder gehen wollen.«
Das wusste ich – ich musste mich bei der Schwesternstation abmelden; vermutlich wollten sie nur sichergehen, dass ich nicht versuchte, Charlie heimlich rauszuschmuggeln oder so. Mit einem freundlichen Nicken in meine Richtung wirbelte die Krankenschwester auf dem Absatz herum und ging mit schnellen Schritten den Weg zurück, den wir gekommen waren.
Einen Moment lang starrte ich auf die Tür, atmete tief ein und dann langsam wieder aus. Das musste ich jedes Mal tun, bevor ich Charlie besuchte. Es war der einzige Weg, diesen scheußlichen Knoten aus Gefühlen – all die Enttäuschung, Wut und Trauer – zu verdrängen, bevor ich den Raum betrat. Charlie sollte nichts davon mitbekommen. Manchmal gelang es mir nicht, trotzdem versuchte ich es jedes Mal aufs Neue.
Erst als ich sicher war, lächeln zu können, ohne vollkommen irre zu wirken, öffnete ich die Tür. Und wie jeden Freitag in den letzten sechs Jahren traf mich Charlies Anblick wie ein Schlag in die Magengrube.
Er saß auf einem Sessel vor dem großen Panoramafenster – in seinem Sessel, einem dieser runden Rattandinger mit einem leuchtend blauen Kissen. Dieser war ein Geschenk zu seinem sechzehnten Geburtstag gewesen, wenige Monate bevor sich sein Leben so abrupt verändert hatte.
Charlie sah nicht auf, als ich den Raum betrat und die Tür hinter mir schloss. Das tat er nie.
Das Zimmer war ganz nett, ziemlich geräumig, mit einem Bett, das eine der Schwestern ordentlich gemacht hatte, einem Schreibtisch, den Charlie nie benutzte, und einem Fernseher, den ich in sechs Jahren nicht ein Mal angeschaltet gesehen hatte.
Er wirkte schrecklich dünn, fast mager. Schwester Venter hatte mir erzählt, dass sie ihn kaum dazu brachten, drei volle Mahlzeiten am Tag zu essen. Und auch die Umstellung auf fünf kleinere Mahlzeiten hatte nicht funktioniert. Vor einem Jahr hatten sie ihn sogar über eine Magensonde ernähren müssen. Die Angst von damals saß immer noch tief, denn damals hatte ich geglaubt, ich würde ihn verlieren.
Sein blondes Haar war am Morgen gewaschen, aber nicht gestylt worden. Früher hatte er einen kunstvoll zerzausten Look getragen, der ihm super gestanden hatte, doch mittlerweile war sein Haar ein gutes Stück kürzer. Er trug ein weißes Hemd und eine graue Trainingshose, die nicht einmal ansatzweise cool aussah. Nein, die hier hatte Gummibündchen an den Knöcheln. Gott, wenn er das wüsste, würde er einen Anfall kriegen, und zwar zu Recht, weil Charlie?… na ja, Stil und Geschmack und all das waren ihm immer wichtig gewesen.
Ich ging zu dem zweiten Rattansessel mit dem passenden blauen Kissen, den ich vor drei Jahren gekauft hatte, und räusperte mich. »Hey, Charlie.«
Er sah nicht auf.
Ich spürte keine Enttäuschung. Na ja, da war schon dieses »Das ist nicht fair«-Gefühl, doch ich wurde nicht von einer neuerlichen Woge des Entsetzens überrollt. Denn so war es immer.
Ich setzte mich und stellte meine Tasche neben mir auf den Boden. Aus der Nähe wirkte Charlie älter als zweiundzwanzig – viel älter. Das Gesicht war ausgezehrt, die Haut wirkte blass, und dunkle Ringe lagen unter seinen einst so lebhaften grünen Augen.
Ich atmete ein weiteres Mal tief durch. »Heute ist es lächerlich heiß dort draußen, also lach mich bitte nicht aus, weil ich kurze Hosen anhabe.« Früher hätte er mich gezwungen, mich umzuziehen, bevor er sich mit mir in der Öffentlichkeit gezeigt hätte.
»Die Wetterfee hat gemeint, dass wir am Wochenende Rekordtemperaturen kriegen werden.«
Charlie blinzelte langsam.
»Und auch ein paar fiese Stürme.« Ich verschränkte die Finger im Schoß und betete, dass Charlie mich anschaute. Manchmal tat er das; bei meinen letzten drei Besuchen jedoch nicht, und das jagte mir eine Höllenangst ein. Denn als er mich das letzte Mal so lange ignoriert hatte, hatte er kurz darauf einen schrecklichen Krampfanfall erlitten. Diese zwei Dinge hatten nichts miteinander zu tun, trotzdem fühlte ich, wie mein Magen sich verkrampfte; vor allem, weil Schwester Venter mir erklärt hatte, dass Patienten mit durch stumpfe Gewalteinwirkung verursachten Hirnverletzungen zu Krampfanfällen neigten. »Du weißt ja noch, dass ich Stürme mag, oder?«
Keine Antwort.
»Na ja, es sei denn, die Stürme wachsen sich zu Tornados aus«, fügte ich hinzu. »Aber da wir hier in Philly sind, wird es wohl kaum dazu kommen.«
Wieder blinzelte er langsam.
»Oh! Heute Abend haben wir im Mona’s eine geschlossene Gesellschaft«, plapperte ich weiter. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihm schon davon erzählt hatte. Nicht, dass es eine Rolle gespielt hatte. »Eine Privatparty.« Ich hielt inne und holte tief Luft.
Charlie starrte immer noch aus dem Fenster.
»Ich glaube, dir würde das Mona’s gefallen. Es ist zwar ein bisschen heruntergekommen, aber auf eine schräge, flippige Art. Aber das habe ich dir ja schon erzählt. Ich weiß nicht, aber ich wünschte mir?…« Mit geschürzten Lippen sah ich zu, wie er die Schultern hob und einen tiefen Seufzer ausstieß. »Ich wünsche mir viele Dinge«, endete ich flüsternd.
Charlie fing an, sich vor- und zurückzuwiegen, in einem sanften Rhythmus, der mich an die Wellen des Meeres denken ließ.
Für einen Moment kämpfte ich gegen den Drang, den ganzen Frust, der sich in mir aufbaute, einfach herauszuschreien. Charlie hatte früher geredet wie ein Wasserfall. Die Lehrer in unserer Grundschule hatten ihm den Spitznamen Plappermaul gegeben, und er hatte darüber gelacht – o Gott, er hatte ein wunderbares Lachen gehabt, ansteckend und ehrlich.
Aber er hatte seit Jahren nicht mehr gelacht.
Ich schloss die Augen, um meine aufsteigenden heißen Tränen zurückzuhalten, während ich mich am liebsten auf den Boden geworfen und mit den Fäusten auf den Boden getrommelt hätte. Es war alles so unfair! Charlie sollte gesund sein und dort draußen herumlaufen, seinen Collegeabschluss in der Tasche haben und mit einem heißen Kerl zusammen sein, der ihn liebte. Er sollte sich mit mir und meiner aktuellen Flamme zu einem Viererdate treffen und längst seinen ersten Roman veröffentlicht haben, wovon er immer geträumt hatte. Und zwischen uns wäre alles wie immer. Beste Freunde – unzertrennlich. Er würde mich in der Bar besuchen und mir sagen, dass ich endlich mein Leben auf die Reihe kriegen müsse, wenn ich einen Tritt in den Hintern brauchte.
Charlie sollte leben. Denn das – was auch immer das hier sein sollte – war alles, aber kein Leben.
Stattdessen hatte ein beschissener Abend, eine Handvoll dämlicher Worte und ein verdammter Stein alles zerstört.
Ich öffnete meine Augen wieder, in der Hoffnung, dass Charlie mich ansah. Doch das tat er nicht. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich wieder zusammenzureißen. Ich zog ein gefaltetes Aquarell aus meiner Tasche. »Das habe ich für dich gemalt.« Meine Stimme klang heiser, trotzdem fuhr ich fort. »Weißt du noch, als wir fünfzehn waren und meine Eltern uns mit nach Gettysburg genommen haben? Du hast Devil’s Den geliebt, also habe ich es für dich gemalt.«
Ich hielt es ihm hin, auch wenn er es nicht anschaute. Stundenlang hatte ich diese Woche damit zugebracht, die sandfarbenen Felsen über den grünen Wiesen zu zeichnen und die richtigen Farben für den Stein und das Geröll dazwischen zu finden. Die Schatten waren am schwierigsten gewesen, weil ich Wasserfarben verwendet hatte, aber letztendlich war das Gemälde ziemlich cool geworden.
Ich trat mit dem Bild zu der Wand gegenüber von Charlies Bett, nahm eine Reißzwecke und hängte es neben die anderen Bilder. Für jede Woche, in der ich ihn besucht hatte, gab es ein Bild. Dreihundertzwölf Exemplare.
Ich ließ meinen Blick über die Wände gleiten. Meine Lieblingsbilder waren die Porträts, die ich von ihm gemalt hatte – Bilder von Charlie und mir zusammen, als wir noch jünger waren. Langsam ging mir der Platz aus. Wir würden demnächst auf die Decke ausweichen müssen. Doch nichts an diesen Wänden zeigte die Gegenwart oder die Zukunft. Es war eine Galerie der Erinnerungen.
Ich ging zurück zu meinem Sessel, zog das Buch heraus, das ich ihm gerade vorlas – Bis(s) zur Mittagsstunde. Wir hatten uns den ersten Film zusammen angeschaut, und fast hätten wir es sogar noch in den zweiten geschafft. Ich schlug es an der Stelle auf, wo ich das letzte Mal aufgehört hatte. Ich war überzeugt davon, dass Charlie zum Team Jacob gehört hätte. Emo-Vampire wären definitiv nicht sein Ding gewesen. Und obwohl es das vierte Mal war, dass ich ihm dieses Buch vorlas, schien er es immer noch zu mögen.
Zumindest redete ich mir das ein.
Während der ganzen Stunde, die ich mit ihm verbrachte, sah er mich kein einziges Mal an. Schließlich packte ich meine Sachen zusammen. Mein Herz lag so schwer in meiner Brust wie dieser Stein, der alles verändert hatte. Ich beugte mich vor, bis ich seinem Gesicht ganz nahe war. »Schau mich an, Charlie.« Ich wartete eine Sekunde, während meine Kehle immer enger wurde. »Bitte.«
Doch Charlie blinzelte nur und wiegte sich weiter. Vor und zurück. Das war alles, obwohl ich volle fünf Minuten auf eine Reaktion wartete – irgendeine Reaktion. Doch nichts geschah. Mit feuchten Augen drückte ich ihm einen Kuss auf die kühle Wange und richtete mich auf. »Wir sehen uns nächsten Freitag, okay?«
Ich tat so, als hätte er mir geantwortet. Nur so konnte ich diesen Raum verlassen und die Tür hinter mir schließen. Ich meldete mich bei den Schwestern ab, trat in den brennenden Sonnenschein und kramte meine Sonnenbrille aus dem Beutel. Die Hitze fühlte sich auf meiner kühlen Haut wunderbar an, doch mein Inneres konnte sie nicht wärmen. So fühlte ich mich immer, wenn ich Charlie besucht hatte, und daran würde sich auch nichts ändern, bis ich meine Schicht im Mona’s antrat.
Fluchend machte ich mich auf den Weg in den hinteren Teil des Parkplatzes zu meinem Wagen.
Glühende Hitze stieg vom Asphalt auf, und ich fragte mich sofort, welche Farben ich mischen müsste, um diesen Effekt auf Leinwand einzufangen. Schließlich entdeckte ich meinen treuen VW Jetta. Jeder Gedanke an Farben verschwand aus meinem Kopf. Mein Magen machte einen Sprung, und fast wäre ich über meine eigenen Füße gestolpert. Neben meinem Auto stand ein hübscher, praktisch neuer Truck.
Ich kannte diesen schwarzen Truck.
Ich hatte ihn sogar einmal gefahren.
O Mann.
Meine Füße verweigerten den Dienst. Abrupt blieb ich stehen.
Der Fluch meines Lebens war hier – seltsamerweise war es derselbe Mann, der regelmäßig eine Starrolle in meinen Fantasien übernahm, selbst in den schmutzigen – besonders in den schmutzigen.
Reece Anders war hier, und ich hatte keine Ahnung, ob ich ihn in die Eier treten oder lieber küssen wollte.

Video

Ein ganzes halbes Jahr

Hab ihr den Trailer von dem Film schon gesehen ??!!
Wenn nicht – DEN MÜSST IHR SCHAUEN !!

Ich musste beinahe schon nur heulen als ich den Trailer gesehen habe.
Ja,ich weiss ich bin schlimm, tut mir ja leid aber ich bin nun mal ne Heulsuse:)

ICH MUSS DIESEN FILM SEHEN !!!!

Ich habe auch gleich das Buch bestellt, als ich diesen Trailer gesehen habe – leider ist es noch nicht gekommen.. aber baaaaaaaald…. 😀
Ich hoffe.. nein ich weiss, dass das Buch Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes gut sein wird.

Ich finde Sam Claflin sehr sympathisch- ich kenn ich natürlich nicht – aber mir kommt es so vor. Er ist auch ein guter Schauspieler. Hab ihr den Film Love, Rosie mit ihm & Lily Collins in den Hauptrollen schon gesehen ??
Wenn nicht, müsst ihr das ebenfalls nachholen.

Hier der Trailer :